Verfahrensdokumentation

Archivierung elektronischer Rechnungen im System „InvoiceBridge" (SaaS) · Version 1.0 · Stand: Oktober 2026

Diese Dokumentation beschreibt das technisch-organisatorische Verfahren, mit dem InvoiceBridge E-Rechnungen (XRechnung UBL/CII, ZUGFeRD-PDF) GoBD-konform erzeugt, speichert, aufbewahrt und wieder lesbar macht. Sie dient als Nachweis gegenüber der Finanzverwaltung und dem Prüfer im Rahmen einer Betriebsprüfung (§ 147 AO i. V. m. GoBD).

1. Verfahrensüberblick

SchrittBeschreibung
1. ErzeugungDer Nutzer erzeugt eine XRechnung (UBL oder CII) und optional ein ZUGFeRD-PDF. Jedes Dokument erhält eine eindeutige Rechnungsnummer.
2. Hash-BildungVon jedem Dokument wird unmittelbar ein SHA-256-Hash gebildet.
3. Audit-KetteJede Aktion (Erzeugung, Abruf, Änderung, Export) wird als Audit-Eintrag gespeichert. Jeder Eintrag enthält den Hash seines Vorgängers (Hash-Kette).
4. SpeicherungOriginale und Kette werden in einer verschlüsselten Datenbank auf Servern in Deutschland gespeichert (IONOS, Frankfurt).
5. IntegritätsprüfungTäglich automatisiert sowie manuell über das Panel („Archiv-Integrität prüfen") wird die Hash-Kette neu berechnet und verifiziert.
6. LesbarkeitDokumente liegen in offenen, maschinenlesbaren Formaten vor (XML nach EN 16931 bzw. PDF/A-kompatibel) und sind über die gesamte Frist abrufbar.

2. Unveränderbarkeit (GoBD Rz. 54 ff.)

Die Unveränderbarkeit wird durch eine kryptografische SHA-256-Hash-Kette gewährleistet. Eine Änderung an einem beliebigen Audit-Eintrag oder Dokument bricht die Kette nachweisbar. Der Datenbankzugriff ist ausschließlich über die Anwendung möglich; direkte Schreibzugriffe werden protokolliert und sind nur autorisierten Administratoren vorbehalten.

3. Nachvollziehbarkeit / Protokollierung

4. Aufbewahrungsfristen (§ 147 AO)

5. Datensicherung und Wiederherstellung

6. Zeitstempel

Standardmäßig verwendet das System die synchronisierte Server-Zeit (UTC, ISO 8601). Optional kann ein qualifizierter Zeitstempeldienst (TSA) angebunden werden; qualifizierte Zeitstempel erhöhen die gerichtliche Beweiskraft zusätzlich.

7. Berechtigungskonzept

8. Prüfbarkeit

Für die Betriebsprüfung wird ein ZIP-Paket erzeugt mit: allen Originalen (XML/PDF), einem Manifest der SHA-256-Prüfsummen und der vollständigen Audit-Kette (JSON). Der Prüfer kann die Kette mit jedem Standardwerkzeug selbst nachrechnen.

Diese Verfahrensdokumentation ist jährlich zu überprüfen. Vor dem produktiven Einsatz wird eine Freigabe durch den Steuerberater empfohlen. Erstellt von: InvoiceBridge (Ersin Demircioğlu, Bielefeld).